Geschäftsjahr mit Höhen und Tiefen

  • Starkes Wachstum in der Spezialneurologie
  • Leichter Rückgang im Ästhetik-Geschäft
  • Europa, Asien und Lateinamerika entwickeln sich dynamisch / Nordamerika unter Vorjahr
  • Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Merz Pharma hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 1.023,2 Millionen Euro erzielt – das sind 6,4 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2015/16 (1.092,9 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang ist vor allem auf gesunkene Lizenzerlöse, aber auch auf rückläufige Produktumsätze zurückzuführen.

„Das vergangene Geschäftsjahr hat uns neben viel Licht auch Schatten beschert“, erläuterte CEO Philip Burchard. Bei den Medizinprodukten Ultherapy® und Cellfina® gab es technische Probleme, eine geplante Markteinführung musste verschoben werden. „Mittlerweile haben wir aber die technischen Schwierigkeiten behoben und können unseren Expansionskurs auf dem Gebiet der Medizinprodukte fortsetzen“, sagte Burchard.

Während sich der Geschäftsbereich Spezialneurologie rund um das Botulinum-Neurotoxin Xeomin® mit einem Plus von 15 Prozent sehr positiv entwickelte, musste der Bereich Ästhetik Umsatzeinbußen von insgesamt 5 Prozent verzeichnen. Auch die regionalen Produkte verbuchten 4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die beiden Kerngeschäftsfelder Spezialneurologie und Ästhetik machten im abgelaufenen Geschäftsjahr 63 Prozent des Produktumsatzes aus. In der Spezialneurologie wuchs Xeomin® um über 18 Prozent. In der Ästhetik zeigt sich ein differenziertes Bild: Während die beiden Produkte Bocouture® und Belotero® deutlich zulegten, verzeichneten Radiesse® und Ultherapy® Umsatzrückgänge.

Merz Consumer Care konnte die positive Wachstumsentwicklung fortsetzen. Der Bereich steuerte 8 Prozent zum Konzernumsatz bei und legte um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Das überproportionale Wachstum basiert auf der erfolgreichen Markteinführung von „t: by tetesept“ und dem erfolgreichen Ausbau der Vitamin-Produkte.

Dynamisches Lateinamerika und APAC
Bis auf Nordamerika ist Merz in allen Regionen ordentlich gewachsen. Die Region Lateinamerika (Umsatz 2016/17: 70 Millionen Euro) legte 27 Prozent und die Region Asien/Pazifik (95 Millionen Euro) um 17 Prozent zu. Die umsatzstärkste Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) wuchs um 9 Prozent auf 385 Millionen Euro. Diese Umsatzzuwächse haben den Rückgang in Nordamerika (292 Millionen Euro) um 23 Prozent nicht ganz kompensieren können. „Jedoch bin ich sehr zuversichtlich, dass sich die USA unter Leitung des neuen CEO von Nordamerika, Bob Rhatigan, wieder positiv entwickeln wird“, erklärte Burchard.
Insgesamt erzielte Merz im internationalen Geschäft Umsätze in Höhe von 904,1 Millionen Euro, was einem Anteil von 88,4 Prozent am gesamten Umsatz entspricht. Auf den deutschen Markt entfielen im Berichtsjahr 119,1 Millionen Euro – ein Anteil von 11,6 Prozent des Konzernumsatzes.

EBIT-Rückgang
Die gesunkenen Lizenzeinnahmen des Alzheimer-Medikaments Memantine sind der maßgebliche Grund für den Rückgang des EBIT: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 99,0 Millionen Euro um 32,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (131,8 Millionen Euro).

Hohe Investitionen in den Bereich Ästhetik
Im Geschäftsjahr 2016/17 lagen die konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen mit 146,5 Millionen Euro um 13,7 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Die Investitionen flossen vor allem in die Weiterentwicklung der Neurotoxin-Produkte sowie in die Entwicklung innovativer Produkte zur ästhetischen Behandlung der Haut sowohl im Bereich der Filler als auch der Weiterentwicklung der Medizingeräte.
Neben Investitionen in die eigene Forschung und Entwicklung hat Merz auch über Corporate Venture Capital in Start-up-Unternehmen oder Forschungsprojekte in einer frühen Entwicklungsphase im Bereich Ästhetik investiert. Im August 2016 hat Merz alle Anteile an dem in Kalifornien ansässigen Unternehmen ON Light Sciences (OLS) übernommen. OLS verfügt über eine patentierte Technologie zu einer verbesserten Entfernung von Tätowierungen.

Großteil der Belegschaft außerhalb Deutschlands
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 beschäftigte Merz insgesamt 2.977 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 3.005). Im Ausland arbeiten 1.939 Beschäftigte (Vorjahr: 1.972). Dies entspricht 65 Prozent der Gesamtanzahl aller Mitarbeiter.

Innovationen als Wachstumsmotor
Nachdem Merz die technischen Schwierigkeiten bei den Medizingeräten Ultherapy® und Cellfina® in den Griff bekommen hat, stehen die Zeichen für diese beiden innovativen Geräte auf Wachstum. So verzeichnete Ultherapy – das erste und einzige von der amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) zugelassene Ultraschall-Verfahren für nicht operative Liftingbehandlungen der Haut – seit der globalen Markteinführung im Jahre 2008 eine Million Behandlungen weltweit. Cellfina® wiederum ist die einzige von der FDA zugelassene Behandlungsoption für Cellulite, deren Ergebnisse bis zu drei Jahre sichtbar sind. Laut Umfragen sind 93 Prozent der Patientinnen mit dem Behandlungsresultat zufrieden. Das Produkt wurde im September 2017 in Europa erfolgreich in den Markt eingeführt.

Positiver Ausblick 2017/2018
Philip Burchard blickt zuversichtlich auf das im Juli begonnene Geschäftsjahr: „Wir sind in allen Regionen gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Mit der Fokussierung auf unsere Kerngeschäftsfelder Ästhetik und Spezialneurologie, die ein hohes Wachstumspotenzial haben, sind wir bestens für die Zukunft gerüstet. Merz ist eines der wenigen führenden Unternehmen, die mit ihrem perfekt aufeinander abgestimmten Produktportfolio einen ganzheitlichen Ansatz in der Ästhetik verfolgen sowie Ärzten und Patienten anbieten.“
Weiteres Wachstum verspricht sich Merz durch die weltweite Partnerschaft mit dem prominenten US-Topmodel Christie Brinkley. Die 63-jährige Unternehmerin und Schauspielerin wird als Testimonial und Fürsprecherin über ihre Behandlungserfahrungen mit den ästhetischen Produkten Xeomin®/Bocouture® und Ultherapy® berichten. In der Spezialneurologie geht Merz mit dem japanischen Pharmaunternehmen Teijin eine Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft ein, die dem Unternehmen den Zugang zu dem wichtigen Markt Japan ermöglicht.

Merz-Pharma-Gruppe
Mit rund 3.000 Mitarbeitern und 34 Tochtergesellschaften weltweit ist Merz einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Ästhetik und Neurotoxine. Die eigene Forschung und Entwicklung, eine solide Finanzstärke und kontinuierliches Wachstum zeichnen das Unternehmen aus, das seit mehr als 100 Jahren in Privatbesitz ist. Neben einem einzigartigen Portfolio von Produkten zur minimal- und nicht invasiven Hautverjüngung und Hautstraffung entwickelt Merz auch Neurotoxine zur Behandlung von Bewegungsstörungen. Die Angebotspalette des Unternehmens mit Sitz in Frankfurt am Main umfasst ebenfalls Hautpflegeprodukte und eine Reihe rezeptfreier Medikamente. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte die Merz-Pharma-Gruppe einen Umsatz von 1.023,2 Millionen Euro.

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