History

Geschichte

100 Jahre Merz – der Mensch im Mittelpunkt

Das Streben nach neuen Lösungen und der Mut zu Innovationen haben Merz zu dem gemacht, was es heute ist: ein international erfolgreiches, forschungsbasiertes Unternehmen. Die historisch gewachsene und bis heute gelebte Orientierung an den Bedürfnissen der Patienten und Kunden ist ein grundlegender Erfolgsfaktor von Merz – denn bei allen Innovationen des Unternehmens steht der Mensch stets im Mittelpunkt.

Er vertraute sich selbst und hatte dabei eine ganz klare Vorstellung von seinem Vorhaben: Firmengründer Friedrich Merz wollte herstellen, was wirklich gebraucht wurde. Und das, was gebraucht wurde, wollte er anders und besser machen als andere.

  • 1908 - Gründung am 9. März

    Der gelernte Apotheker, studierte Chemiker und Pharmazeut Friedrich Merz errichtet in Frankfurt eine eigene pharmazeutische Fabrikation. Als Startkapital reichen ihm 10.000 Reichsmark von Emile Losson, seinem Lehrmeister aus Metz, und seine ersten Erfindungen: ein Patent und ein Gebrauchsmusterschutz.
  • 1909 - Eckenheimer Landstraße

    Die Firma expandiert und zieht um in die Eckenheimer Landstraße 100, eine ehemalige Zigarettenfabrik. Hier hat das Unternehmen bis heute seinen Hauptsitz.
  • 1911 - Geburtenkontrolle mit Patentex

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geht Kinderreichtum oft mit Armut einher und wirft damit auch soziale Fragen auf. Von Ärzten und Apothekern mit Beifall aufgenommen, aber gegen den Widerstand von Kaiserreich und Kirche bringt Merz das erste lokale Verhütungsmittel „Patentex" auf den Markt.
  • 1920 - Diversifikation

    In seinem Odenwälder Heimatort Groß-Bieberau unterstützt Friedrich Merz seinen Bruder Georg und den Drechslermeister Justus Krell beim Aufbau der Schreibgerätefirma Merz & Krell. Rasch entwickelt sie sich zu einer florierenden Produktion von Füllfederhaltern und Drehbleistiften. Heute ist das Unternehmen unter dem Namen Senator ein international führender Hersteller von Schreibgeräten im Markt für Promotion-Produkte.
  • 1930 - Erste Niederlassungen

    Die 30er-Jahre sind durch rapides Wachstum geprägt. Niederlassungen entstehen in Berlin, Wien, Zürich, London und Newark, USA.
  • 1944 - Zerstörung am 22./23. März

    Nach einer schweren Kriegszeit legt ein nächtlicher Bombenhagel die Fabrik in Frankfurt in Schutt und Asche. Dank der rechtzeitigen Auslagerung von Duplikaten der Produktionsmaschinen nach Reinheim kann die Fabrikation sukzessive wieder aufgebaut und erweitert werden.
  • 1953 - Erstes Antifaltenpräparat

    Auf dem internationalen Kongress für Schönheitspflege präsentiert Friedrich Merz Placentubex, ein die Haut straffendes und verjüngendes Antifaltenpräparat. Von der Fachwelt wird es als Wendepunkt in der Kosmetik gefeiert, auch die Neue Illustrierte ist begeistert: „Der uralte Traum der Hautverjüngung wird durch Placentubex in einem Grade verwirklicht, den man bisher nicht für möglich hielt.“
  • 1964 - Schönheitspflege von innen

    Aus 18 Wirkstoffen und einem besonderen Hefeextrakt entwickelt Friedrich Merz die Merz Spezial Dragees. Schönheitspflege von innen? Apotheker und Drogisten wissen das Mittel zunächst nicht in ihr Sortiment einzuordnen, doch Friedrich Merz bietet ihnen eine mehrmonatige Kur mit Merz Spezial Dragees an und gewinnt damit die besten Fürsprecher für ein noch ungewöhnliches Produkt. „Kann man Schönheitspflege essen?" „Ja", lautet seitdem die einhellige Antwort.
  • 1965 - tetesept-Bademedizin

    In den 60er-Jahren etabliert sich die Marke tetesept im Handel. Eines der ersten und wichtigsten Produkte ist das tetesept-Erkältungsbad, das auf Grundlage wertvoller Heilpflanzen in der konzentrierten Form ätherischer Öle hergestellt wird. Im Laufe der Jahre dehnt Merz das Sortiment aus; es umfasst bald Badezusätze, Erkältungs- sowie andere Gesundheitsprodukte, Duschpflege, Vitamin- und Mineralstoffpräparate. Noch heute verbinden sich in der Marke tetesept modernste wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditioneller Naturheilkunde.
  • 1968 - Schaummaske

    Ein weiterer Meilenstein in der Kosmetik: Für die Frau ohne Zeit entwickelt Friedrich Merz die Placentubex-Schaummaske. Der Schaum zieht in wenigen Minuten spurlos ein und nimmt die Wirkstoffe mit in die Haut – die ideale Erfrischung zwischen Büro und Verabredung. "... fühlte mich wie nach einem Spaziergang im Walde", schreibt eine begeisterte Kundin, auch die Schauspielerin Maria Schell ist angetan.
  • 1970 - Neue Therapieansätze

    Merz forciert die Herstellung von Arzneimitteln zur ärztlichen Verordnung. Innerhalb kurzer Zeit ist das Unternehmen im Pharmabereich erfolgreich – mit einer Reihe neuer Patente und innovativer Produktentwicklungen zur Behandlung von Parkinson, zur Senkung erhöhter Blutfette, gegen hepatische Enzephalopathie und gegen Herpes.
  • 2002 - Alzheimer-Demenz

    Mit Memantine entwickelt Merz den weltweit ersten Wirkstoff zur Behandlung der moderaten bis schweren Alzheimer-Demenz. Das Präparat bietet Alzheimer-Patienten eine medikamentöse Therapie, die ihre kognitiven Fähigkeiten verbessert, ihre Pflege erleichtert und die Heimeinweisung verzögert. Der längere Erhalt der Alltagskompetenz ist für Betroffene und Angehörige von großer Bedeutung. Für viele Jahre bleibt Memantine das weltweit am zweithäufigsten verschriebene Medikament bei Demenz.
  • 2005 - Botulinum-Neurotoxin

    Merz bringt die nächste Generation der Botulinum-Neurotoxine auf den Markt. Das Präparat zur Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen ist frei von Komplexproteinen, sicher und hochwirksam.
  • 2008 - Merz feiert 100-jähriges Jubiläum

    Der Ein-Mann-Betrieb des Jahres 1908 ist im Jubiläumsjahr ein international erfolgreiches, forschungsbasiertes Unternehmen mit weltweit mehr als 2000 Mitarbeitern und ausgewiesener Kompetenz in den Bereichen Neurologie und Psychiatrie.
  • 2010 - Akquisition von BioForm

    Merz übernimmt den US-amerikanischen Ästhetik-Spezialisten BioForm Medical und verstärkt damit seine Position auf dem Gebiet der ästhetischen Medizin. BioForm Medical ist ein führendes Unternehmen für Hautfiller, das wichtigste Produkt ist der dermale Filler RADIESSE®.
  • 2013 - Akquisition von Anteis

    Merz übernimmt das Schweizer Unternehmen Anteis, den Hersteller des von Merz erfolgreich vertriebenen Fillers Belotero®. Mit dieser Übernahme vereinen sich zwei Unternehmen, die über viele Jahre in einer starken und vertrauensvollen Partnerschaft zusammengearbeitet haben. Merz erweitert durch die Akquisition sein Produktportfolio und untermauert seine Position als einer der weltweit führenden Anbieter in der Ästhetik.
  • 2013 - Akquisition von Neocutis

    Die Akquisition des Schweizer Dermatologie-Spezialisten Neocutis stärkt Merz in der Möglichkeit, Ärzten und Patienten innovative Lösungen in der ästhetischen Dermatologie anzubieten. Die Produkte von Neocutis ergänzen das Ästhetik-Portfolio von Merz hervorragend. Sie werden besonders zur Pflege der Haut vor und nach ästhetischen Behandlungen eingesetzt, um den Anti-Aging-Effekt zu unterstützen.
  • 2014 - Akquisition von Ulthera

    Mit der Akquisition des US-amerikanischen Herstellers von Medizingeräten stärkt Merz seine Bedeutung in der Ästhetik und erweitert sein Portfolio für Behandlungen in der Gesichtsästhetik. Das Ulthera®-System beruht auf der therapeutischen Nutzung der Ultraschall-Technologie. Es ist die erste und einzige von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassene Ultraschall-Therapie zum Lifting von Augenbrauen, Hals und Dekolleté.
  • 2015 - Wachstum in Asien-Pazifik und Latein-Amerika

    Merz hatte 2010 seine erste Tochtergesellschaft im asiatisch-pazifischen Raum in Singapur gegründet. Sie ist jetzt das regionale Zentrum im wachsenden asiatischen Markt. Weitere Tochtergesellschaften entstehen 2015 unter anderem in Malaysia, Indien und Vietnam. Auch in Latein-Amerika werden neue Niederlassungen gegründet. Merz ist nun in Kolumbien, Brasilien und Argentinien präsent.